Agil vs. Festpreis vs. Regie

Die individuelle Entwicklung von Soft- und Hardware ist ein komplizierter und kreativer Prozess, welcher eine simple Beauftragung auf Festpreis oft erschwert. Die notwendige Zeit für eine Entwicklung lässt sich einerseits im Vorhinein schwer abschätzen und andererseits steigt durch den notwendigen Grad der Abschätzgenauigkeit auch der Aufwand für die Abschätzung selbst sehr stark an.

Wie kann also für Auftraggeber und Auftragnehmer gleichermaßen fair definiert werden, welcher Leistungsumfang für welche Bezahlung geliefert wird?

Das klassische Vorgehen ist, das Projekt detailreich zu definieren und mit entsprechenden Reserven die Kosten abzuschätzen. Leider wirft diese Methode speziell in der Softwareentwicklung regelmäßig Probleme auf, u.a. da sich die Entwicklung von Software im Vorhinein generell sehr schlecht abschätzen lässt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Kunde die Entwicklung nach einer groben Aufwandsabschätzung nach aufgebrachtem Aufwand bezahlt. Problem hierbei ist oft die mangelnde Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. An diesem und an weiteren Problemen haken agile Entwicklungsmethoden ein. Durch die definierten regelmäßigen Meetings erhält der Kunde einen besseren Einblick in die Entwicklung und der Lieferant verbessert regelmäßig sein Verständnis für die Wünsche des Kunden. Hier soll nicht im Detail erklärt werden, wie agile Entwicklungen ablaufen, sondern aufgezeigt werden, welche Beauftragungsformen bei der Zusammenarbeit mit uns in Frage kommen.

Wie kann also die S.A.I. Schweiger GmbH für Ihren Erfolg beauftragt werden?

Agil: Zu Beginn des Projekts wird definiert, WAS entwickelt werden soll. Hierbei wird soweit wie möglich, das WIE nicht weiter definiert.

NUTZEN

  • reduziertes Risiko des Kunden bezüglich der Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit einer Entwicklung
  • reduzierte Entwicklungskosten
  • schnelleres erhalten eines ersten funktionsfähigen Produktes

BEDINGUNGEN

  • Anwesenheit beim ca. zweiwöchigen „Sprint planning“. Die zeitlichen Abstände (zwischen 2-wöchig und 4-wöchig) werden bei Projektbeginn besprochen.
  • Das gelieferte Produkt wird nicht knapp auf ein exaktes Datum und einen exakten Funktionsumfang hin geplant. Große Meilensteine werden zwar bezüglich Zeitpunkt und Funktionsumfang während dem „Sprint planning“ beschrieben und grob geplant, aber vor der Ausarbeitung noch nicht exakt definiert.

BEZAHLUNG

  • erfolgt nach Wochenpauschalen
  • Priorisierte Anforderungen werden zuerst umgesetzt bis vorher besprochenes Budget aufgebraucht ist. Ist im Anschluss noch Geld verfügbar, können Nebenanforderungen, „Nice to Have“ umgesetzt werden.
  • Eine agile Entwicklung bringt viele Vorteile mit sich. Allerdings sind für die ersten gemeinsamen Projekte, Reserven für die zu Erreichenden Termine der großen Projektziele ratsam.

Regie, bzw auf Stunden: Zu Beginn des Projektes wird definiert, WAS entwickelt werden soll. Das WIE kann der Auftraggeber vorgeben, aber zunehmende Restriktionen beeinflussen die Entwicklung in der Regel eher negativ.

NUTZEN

  • gewisse Flexibilität (Projektabbruch usw.)

BEDINGUNGEN

  • Projektziele werden vom Kunden geplant, aber der Kunde ist größtenteils selbst verantwortlich für die Erreichbarkeit der Ziele im geplanten Zeitraum, die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der Ziele usw.

BEZAHLUNG

  • erfolgt nach Stunden

Entwicklung zum Festpreis: Zu Beginn des Projektes wird definiert, WAS und WIE entwickelt werden soll. Dadurch entsteht in der Regel erheblicher Mehraufwand durch die Erstellung von ausführlichen Lasten/Pflichtenheften. Durch die vorherige detaillierte Bestimmung des Umfangs, entsteht ebenso ein Risiko, dass sich bis zum Abschluss der Entwicklung die Anforderungen ändern. Deswegen liegt auch eine gewisse Verantwortung beim Auftraggeber, beispielsweise für die korrekte Wahl des vertraglich festgeschriebenen Funktionsumfangs und Liefertermins.

NUTZEN

  • Reduzierung des Risikos für das Erreichen des geforderten Funktionsumfangs
  • „Einkäufer“-konform durch vorher festgeschriebenen Preis

BEDINGUNGEN

  • Festpreisprojekte enthalten auch auf Auftraggeberseite Pflichten und Risiken

NACHTEILE

  • vor dem Liefertermin sieht der Auftraggeber den Projektfortschritt nicht
  • Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Vorhabens lassen sich oft nicht im Vorhinein exakt planen

Mischform:

Jede der genannten Beauftragungsformen hat Vor- und Nachteile. Auch die agilen Methoden können in manchen Fällen große Nachteile mit sich bringen. Allerdings ist es nicht notwendig, sich für ein gesamtes Projekt auf ein Modell zu fixieren, wie das folgende Beispiel eines IoT Geräts zeigt:

Zu Beginn des Projekts wurde die Basis der Hardware als Festpreis entwickelt. Dabei wurden funktionale und nicht-funktionale Hauptanforderungen an die Hardware, sowie der zu erreichende Reifegrad der Hardware (A, B oder C Muster) vorab definiert. Im zweiten Schritt erfolgte die Softwareeinstellung agil. Zum Ende des Projekts wurden dann neue Hardwarerevisionen für Funktionserweiterungen entwickelt und auf Stundenbasis abgerechnet.

Dieses Beispiel zeigt, dass eine Kombination verschiedener Beauftragungsformen für ein Projekt durchaus vorteilhaft sein kann.

Welche Methode bevorzugen Sie? Ob agil, Festpreis, oder Regie, die S.A.I. Schweiger GmbH ist Ihr Ansprechpartner und an einem offenen Austausch hierüber sehr interssiert.