Kanban bei S.A.I.

Seit wir, Andreas und ich S.A.I. gründeten, wurde von mir die Beschaffung von Verbrauchsmaterial usw. erledigt. Mit dem Wachstum auf mehrere Mitarbeiter, wurde das natürlich immer unpraktikabler, da ich den Vorgang des Bestellens nur sehr schlecht einem Mitarbeiter übergeben konnte. Schließlich kann dieser nicht alle Details für die Bestellung des Materials von sich aus kennen und zum Schluss soll es ja auch der passende Sub-D Stecker sein und nicht „irgendeiner“. Auf YouTube bin ich vor kurzem auf das Video „AWESOME Lean Machine Shop Tour: Pierson Workholding!“ von NYC CNC gestoßen und habe mir gedacht, das könnte unser Problem lösen. Ein einfacher Test mit simplen KANBAN-Karten, auf normalem Papier ausgedruckt, zeigte schon das große Potential. Mit der Zeit wurden die Karten weiter ausgearbeitet und verbessert. Mittlerweile verwenden wir laminierte Karten mit Angaben, die sich für unseren Betrieb als relevant herausgestellt haben. Überrascht war ich, mit wie wenig Aufwand wir Zeit und somit auch Kosten sparen konnten. Der Bestellvorgang für Mitarbeiter beläuft sich für Verbrauchsmaterial auf ein paar Sekunden, da ja nur noch die Karte ins Büro gebracht werden muss und dort die Bestellung gesammelt erfolgt.

Nachdem wir uns einen 3D-Druckerangeschafft haben, hatte ich eine Idee mit der wir das System noch weiter ausbauen konnten. Nur Stunden später habe ich dann die ersten KANBAN-Boxen gedruckt. Diese Boxen haben vorne eine Aussparung für die KANBAN-Karte und erleichtern uns somit die Organisation und Beschriftung verschiedener Verbrauchsmaterialien. Der große Vorteil dabei ist, dass auch wenn wir mit der Zeit Materialien aus einer kleinen Box in eine große Box verlagern müssen, nicht die Klebebeschriftung der Box mit einem Labeldrucker neu ausgedruckt werden muss, sondern einfach die KANBAN-Karte in die Aussparung der größeren Box gesteckt wird. Für die unterschiedlichen Verwendungszwecke und Materialien sind verschiedene Arten von Boxen gedruckt worden: einfache mit nur einem Fach, Boxen mit mehreren Unterteilungen, wie beispielsweise für Fräser mit Unterteilungen für neue/gebrauchte/verschlissene Fräser usw. Mit dieser simplen Idee konnte ich so eine sehr einfache und praktische Lösung zur Organisation und Nachbestellung finden.

Reinhard Schweiger
Geschäftsführer